Visionen

Der Verein versteht sich als Zusammenschluss von Interessenvertretern, welche das Ansinnen haben, im Sektor Naturschutz etwas ehrlich zu bewegen.

In unserem urbanen deutschen Raum beschränkt sich der Schutz der Natur allzu oft auf die Pflege von Biotopen, künstlicher Offenhaltung von Flächen und Schaffung von Natur unter landschaftsplanerischen Gesichtspunkten. All diese Facetten des Naturschutzes sind häufig teure Unternehmungen und größtenteils nur der Versuch des Menschen, die Natur so zu pflegen, dass sie den heutigen Vorstellungen einer ästhetischen Landschaft entspricht.
 
Die seit dem zweiten Weltkrieg enorm angestiegene Industrialisierung der Landwirtschaft veränderte nicht nur das Landschaftsbild, sondern brachte den gesamten Naturhaushalt durcheinander. Landstriche wurden umgeformt, Feuchtgebiete trocken gelegt um sie bewirtschaften zu können. Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel
in Massen zur Ertragssteigerung vergiften Boden und Grundwasser und zerstören einem Großteil an Flora und Fauna die Lebensgrundlagen.

In Deutschland werden derzeit Nahrungsmittel für theoretisch 120 Millionen Menschen angebaut. Das geschieht auf Flächen, die ohne Subventionen weit weniger wirtschaftlich attraktiv sind. Die durch diese staatlichen Subventionen entstehende Überproduktion an Agrarprodukten und deren Export nimmt gerade den Bauern in den ärmsten Ländern dieser Erde ihre Existenzgrundlage. Der Umweltschutz, aber auch die Qualität der Nahrungsmittel bleiben auf der Strecke.

Die Natur hat ihren eigenen Kreislauf, ihre eigenen Gesetze. Nichts ist unnütz, nichts geschieht ohne Sinn.                                                                 Durch Innehalten können wir beobachten; der Wald, die Verbuschung, das Offenland entstehen dort, wo die Natur es vorsieht.

Unsere Vision und zugleich unser Ziel ist es, Flächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, um die Natur  wieder wirken zu lassen und Missstände z.B. durch Subventionen zu schmälern.
 

Grundsätze

  • Jede mögliche aufwertbare Fläche für die Natur sichern
  • Verantwortung für Grundeigentum übernehmen
  • Umweltbildung und Beratung
  • Weg vom Verbrennen von Steuergeldern durch Biotoppflege, hin zu nachhaltigem Naturschutz
  • Mut zur Wildnis
  • Biolandwirtschaft als Möglichkeit kleine Kreisläufe wiederzubeleben

Der Vierseitenhof

Das Domizil des Vereins ist seit 2005 ein Vierseithof in Schänitz, welcher einst dem Bauern Marle und seiner Familie gehörte. Der ca. 5000 m² große Bauernhof besteht aus einer großen Scheune für Stroh und Heu, dem großen Bauernwohnhaus und dem Seitengebäude sowie dem ehemaligem Pferdestall.
Vierseitenhof