Biotopmanagement

Der urbane Raum verfügt kaum noch über größere natürliche flächenhafte Strukturen in der offenen Landschaft. Stattdessen durchziehen die Reste von einst zusammenhängenden Landschaftszügen wie Auwäldern, Sümpfen und Moore dominante Agrarflächen nur noch in Form von schmalen Randstreifen und Inselbiotopen. Aus diesem Grund ist es notwendig  bei der Flächenrückgabe an die Natur helfend einzugreifen um langfristig wieder intakte Landschaften entstehen zu lassen.

Der Mensch gibt beim Management am konkreten Biotopen Impulse um eine landwirtschaftliche Fläche zügig und optimal für eine Umwandlung hin zur Naturfläche vorzubereiten und die in der Umwandlungszeit ablaufenden Prozesse zu beobachten und zu begleiten, unter Umständen helfend einzugreifen. Dies umfasst eine fachliche IST Zustandsbewertung der Fläche sowie die Suche nach geeigneten Initialmaßnahmen um den entstehenden Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten zu optimieren. Somit soll ein aus naturschutzfachlicher Sicht wünschenswerter SOLL Zustand erreicht werden. Durch langfristige Beobachtung des Biotops können Rückschlüsse für das neu entstehende Gleichgewicht im artenreichen Lebensraum gezogen werden.

Beispiele für Maßnahmen:

  • Planzungen von Gehölzen
  • Aushagerung von nährstoffreichen Böden
  • Anlegen von temporären oder dauerhaften Gewässern (Tümpeln)
  • kontrolliertes Vernässen von Senken
  • direktes  Ansiedeln von Tier- und Pflanzengesellschafte