Kooperation von Wirtschaft und Naturschutz

Was ist Wirtschaftsnaturschutz?

Wir befinden uns mitten im urbanen Raum, welcher traditionell durch Industrie und intensiver Landwirtschaft geprägt ist. Die heute bestehende Kulturlandschaft im Elbtal ist über Jahrhunderte durch die Nutzung des Menschen entstanden. Die Natur mit ihren ursprünglichen Flächenbiotopen wurde zurückgedrängt, oft bis zum Verschwinden. So wurden im Zuge der modernen Zivilisation Wälder verbraucht, Sümpfe trockengelegt und Bäche verrohrt. Entstanden sind große Agrarflächen, Straßen, zersiedelte Ortschaften und Gewerbegebiete in Außenbereichen. Alles im Sinne des Fortschritts und zum Wohle des Menschen, dem Anschein nach.

Der Wandel hat begonnen

Durch die Abwanderung eines Großteils der Bevölkerung und dem damit verbundenen demographischen Wandel beginnen sich die Dörfer zu leeren. Höfe zerfallen und der alte Jobmotor Landwirtschaft, der über Generationen funktionierte indem direkt oder indirekt fast Jeder in dieser tätig war, existiert praktisch nicht mehr. Durch High-Tech Maschinen und flächenhaften Monokulturanbau ist aus der traditionellen Landwirtschaft eine Industrieagrarwirtschaft entstanden, die mit wenigen Menschen ganze Landstriche bewirtschaften kann und mit dem traditionellen Bauerntum nur noch wenig  gemein hat.

Neben der Nutzung für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln (Deutschland produziert davon derzeit soviel, dass etwa 120 Millionen Menschen ernährt werden könnten, also klare Überproduktion die keiner benötigt; der subventionierte Export der landwirtschaftlichen Überproduktion in arme Länder killt die Landwirtschaft dort) wird immer mehr Fläche benötigt um regenerierbare Rohstoffe anzubauen, z.B. Mais für die Erzeugung für Biogas.

Das neue Bewusstsein

Immer mehr Menschen wollen mehr Lebensqualität. Der Grund: Arbeitswelt und die damit verbundene Forderung von Höchstleistung trägt dazu bei, dass wir ausgepowert nach Erholung und Entspannung suchen.